FAQ

Häufig gestellte Fragen zum Thema Regenwassernutzung:

1. Aus welchen Komponenten sollte meine Regenwasser-Nutzungsanlage für die Gartenbewässerung bestehen?

Für die Bewässerung von Gärten mit Regenwasser reichen oft schon einfache und preiswerte Anlagen aus.
Sollten Sie einen großen Garten mit hohem Wasserbedarf und entsprechende Auffangflächen haben, empfehlen wir Ihnen wegen der leichten Handhabung die ober- oder unterirdische Installation eines Kunststofftanks.
Dem Tank sollte ein Grobfilter vorgeschaltet sein. Zur Wasserentnahme aus dem Tank benötigen Sie eine Gartenpumpe mit Saugleitung (Ansaug-Set), sofern Sie sich nicht für eine Tauchdruckpumpe entscheiden.
Tanks und Filter müssen im Winter entleert bzw. abgebaut werden, wenn sie nicht in frostsicherer Tiefe eingebaut sind. Die Pumpen müssen ebenfalls abgebaut werden.

2. Aus welchen Komponenten sollte meine Regenwasser-Nutzungsanlage für Toilettenspülung, Waschmaschine und Garten bestehen?

Anlagen, die ganzjährig Toilettenspülung und Waschmaschine mit Regenwasser versorgen, sind aufwendiger in Planung und Bau als Gartenanlagen. Da Sie mit diesen Anlagen aber bis zu 50% Ihres Trinkwasser-Verbrauches einsparen können, ist dieser größere Aufwand durchaus zu rechtfertigen.

Moderne Regenwasser-Nutzungsanlagen für den häuslichen Bereich bestehen neben den Verbindungsleitungen aus folgenden Komponenten:

  • Vorfilter
  • Regenwasser-Tank mit beruhigtem Einlauf und Überlaufsiphon
  • Schwimmende Entnahme mit Ansaug-Filter
  • Hauswasserwerk
  • Trinkwasser-Nachspeisung
  • (Rückspülfeinfilter (optional) Hauswasserwerk und Trinkwasser-Nachspeisung können auch in einem kompakten Trinkwasser-Nachspeisemodul integriert sein.)

Um den ganzjährigen Betrieb dieser Anlagen zu gewährleisten, müssen Erdtanks und -filter sowie im Erdreich verlegte wasserführende Leitungen in frostfreier Tiefe eingebaut sein.

3. Kann ich meine Wäsche mit Regenwasser waschen?

Umfangreiche bakteriologische Untersuchungen zeigen, dass bei Verwendung von Regenwasser weder das Waschergebnis verschlechtert noch der Keimgehalt der schrankfertigen Wäsche erhöht wird. Gutachten belegen, dass mögliche Krankheitserreger vor allem über Schmutzwäsche und nicht über Regenwasser in die Waschmaschine gelangen.
Das weiche Regenwasser hat im Vergleich zum meist härteren Leitungswasser sogar beim Wäschewaschen die Vorteile, dass weniger Waschmittel benötigt wird, weder Weichspüler noch Entkalker erforderlich sind und insgesamt bessere Waschergebnisse erzielt werden.

4. Ist ein Regenwasser-Filter erforderlich?

In jede Regenwasser-Nutzungsanlage ist zumindest ein Vorfilter einzubauen. Er reinigt das Wasser noch bevor es in den Tank geleitet wird von Verunreinigungen, (z.B. Blätter, Sand und Moos). Vorfilter stellen die 1. Reinigungsstufe in einer Regenwasser-Nutzungsanlage dar und sind sehr wichtig für die Qualität des gesammelten Wassers und die Funktion der gesamten Anlage.
Aus diesem Grund sollten nur speziell für die Regenwasser-Nutzung entwickelte Filter eingesetzt werden, die folgenden Anforderungen gerecht werden: gute Filterleistung, hohe Wasserausbeute, einfache Reinigung, geringer Wartungsaufwand und Gewährleistung der DIN 1986.

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Fallrohr-, unterirdischen oder im Tank integrierte Filter, wobei die Wahl der geeigneten Variante von den baulichen Gegebenheiten und dem Einsatzbereich des Regenwassers abhängt.

Wenn Sie das gesammelte Regenwasser auch für die Toilettenspülung und die Waschmaschine nutzen möchten, empfehlen wird Ihnen zusätzlich die Anbringung einer Schwimmende Entnahme mit Ansaug-Filterim Tank. Die Wasserentnahme erfolgt hierdurch immer im saubersten Bereich, ca. 10 cm unter der Wasseroberfläche.

Ferner ist der Einbau eines Rückspülfeinfilters nach der Pumpe in der Druckleitung sinnvoll, wenn Sie das Regenwasser zum Wäschewaschen nutzen. Mit einer Maschenweite von 0,1 mm hält dieser Filter auch kleinste Schmutzpartikel zurück. Sein Einbau ist optional.

5. Bleibt das gesammelte Regenwasser im Tank frisch?

Erdtanks eignen sich ideal zur Speicherung von Regenwasser, da das Erdreich den Tank vor Licht und Wärme schützt. Die Temperatur von Wasser aus Erdtanks beträgt ganzjährig nur 6 bis 8° C.
Aufgrund der Dunkelheit können sich zum einen keine Algen bilden, wodurch das Wasser auch nicht "umkippen" kann.
Zum anderen können im kühlen Wasser auch keine Mikroorganismen oder Bakterien überleben, geschweige denn sich vermehren, da ihnen neben Wärme ein ausreichendes Nährstoffangebot fehlt.
Dort wo der unterirdische Einbau eines Regenwasser-Tanks nicht möglich ist, sind Kellertanks zu bevorzugen, die grundsätzlich lichtundurchlässig sein sollten. Um eine Wassererwärmung und somit die Bildung bzw. Vermehrung von Algen und Keimen zu verhindern, sollten Kellertanks lichtgeschützt und in kühler Umgebung aufgestellt werden.

Eine chemische Behandlung des Regenwassers ist nicht erforderlich und sollte unterbleiben!

6. Wie groß muss mein Regenwasser-Tank sein?

Die Größe Ihres Tanks hängt insbesondere davon ab, wofür Sie das Regenwasser nutzen möchten (Gartenbewässerung und/oder Toilettenspülung und Waschmaschine) und wieviele Personen in Ihrem Haushalt leben.
Bitte kontaktieren sie uns dbzgl. Wir geben ihnen gerne darüber Auskunft.

7. Wie verbinde ich mehrere Tanks miteinander?

Kleinere Regenwasser-Tanks können problemlos durch Tankverbindungen, die am Tankboden angebracht werden, zu einer Batterie mit größerem Speichervolumen verbunden werden.
Dies ist immer dann sinnvoll, wenn schmale Zugangswege und/oder der vorgesehene Platz den Transport und die Aufstellung eines größeren Tanks verhindern (z.B. im Keller).

8. Vorteile unserer Speicher

Diese Tanks stammen aus einem Werk, in dem seit über 40 Jahren Tanks und Behälter aus Kunststoff entwickelt und produziert werden. In dieser Zeit wurden viele Erfahrungen gesammelt und Kompetenz aufgebaut, die wir gerne an Sie weitergeben.
Das Ziel ist es, den Kunden innovative Produkte von höchster Qualität zu bieten.
Die Tanks stellen eine zukunftsorientierte ökologische Lösung dar, mit der Sie dauerhaft wertvolles Trinkwasser einsparen können, da:

  • Komplett recycelbar, da aus Polyethylen
  • Maximale Stabilität durch starke Verrippung
  • TÜV-Bauart-geprüft
  • Besonders langlebig durch nahtlose Fertigung
  • 15 Jahre Garantie auf Material
  • Kontrollierte Qualität durch Einzelprüfung im Werk
  • Beste Wasserhygiene durch glatte Tankinnenfläche und Verwendung von lebensmittelechtem Material (DVGW geprüft)
  • Leichter Transport und Einbau durch geringes Eigengewicht und Tragegriffe bzw. -muscheln. Unser 1.600 Liter-Tank wiegt z.B. nur 65 kg
  • Einfacher und sicherer Einbau durch steckfertige Anschlüsse

Unsere Kunststoff-Tanks können "per Hand" von 4 Personen transportiert und eingebaut werden, so dass Sie keinen Kran benötigen. Sie eignen sich daher auch zum nachträglichen Einbau.

Unser Herkules-Tank ist ein vielfältig einsetzbarer Regenwasser-Tank, den Sie sowohl oberirdisch im Garten, im Keller oder - mit einem Stützrohr - unterirdisch einbauen können.
Er besteht aus zwei Halbschalen, die mit patentierten Schnellverbindern und einer soliden Profildichtung dauerhaft dicht verbunden werden.
Da jede Halbschale nur 30 kg wiegt, und mit 78 cm Höhe fast durch alle Türen passt, ist sein Tansport und Einbau besonders leicht. Er ist TÜV-Bauart geprüft und vom Fachverband Kunststoff- und Konsumwaren beim Wettbewerb "Produkte des Jahres 1999" ausgezeichnet worden.

9. Welche Wandstärke haben Cristall- und Columbus-Regenwassertanks?

·  Erdtanks: 9 bis 21 mm (je nach Tankgröße)
·  Herkules-Tank: ca. 6,5 mm

10. Wie lange ist die Garantiezeit bei Cristall- und Columbus-Regenwassertanks?

Auf unsere Erdtanks gewähren wir 15 Jahre Garantie. Innerhalb dieser Zeit leisten wir kostenlosen Materialersatz. Darüber hinausgehende Leistungen sind ausgeschlossen. Voraussetzungen für die Garantieleistung sind ordnungsgemäße Handhabung, Montage und Einbau des Tanks gemäß Einbaueinleitung.
Die Lebenserwartung der Tanks ist jedoch weit höher. Bei ordnungsgemäßem Einbau kann ein Tank über Jahrzehnte genutzt werden. Selbstverständlich erhalten Sie auch auf eine Vielzahl anderer Komponenten wie z.B. Pumpen und Anlagensteuerungen Garantiezeiten, die wir Ihnen gerne auf Anfrage nennen.

11. Muss ich einen Regenwasser-Tank im Winter entleeren?

Wenn Sie Ihre Regenwasser-Nutzungsanlage auch im Winter betreiben möchten bzw. wenn Sie Toilettenspülung und Waschmaschine an die Anlage anschließen, müssen Erdtank und -filter sowie im Erdreich verlegte wasserführende Leitungen zum Schutz gegen Frost - je nach örtlicher Frostgrenze - in 50 bis 100 cm Tiefe in das Erdreich eingebaut werden.
Fragen Sie bitte Ihr Bauamt nach der für Sie geltenden örtlichen Frostfreigrenze!
Frostsicher eingebaute Erdtanks müssen ebenso wie Kellertanks im Winter nicht entleert werden.
Oberirdisch im Freien aufgestellte Tonnen und Tanks müssen im Winter geleert werden.

12. Wofür benötige ich einen Domschacht bzw. eine Domschacht-Verlängerung?

Erdtanks und -filter müssen, um bei Bedarf z.B. gereinigt zu werden, über eine ausreichend große Öffnung bzw. einen ausreichend großen Schacht verfügen. Da Erdtanks und -filter normalerweise in frostfreier Tiefe eingebaut werden, muss diese Öffnung nicht nur ausreichend groß, sondern auch ausreichend hoch sein.
Je nach Einbautiefe reicht die Höhe des Standardschachtes nicht aus. Aus diesem Grund bieten wir für all unsere Erdtanks und -filter passende Domschächte und Schachtverlängerungen an, die je nach Bedarf gekürzt oder mehrfach übereinander eingebaut werden können.

13. Sind unterirdische Regenwasser-Tanks befahrbar?

Grundsätzlich ja, mit der richtigen Tankabdeckung! Die Einbauanleitung ist zu beachten!

14. Was passiert, wenn der Tank voll ist?

Erd- und Kellertanks müssen mit einem Überlaufausgerüstet sein (vgl. Einbauanleitung), durch den das Überschusswasser entweder direkt in die Kanalisation abgeleitet wird oder durch Versickerung dem Grundwasser zugeführt wird.
Am einfachsten, jedoch nicht am ökologisch sinnvollsten, ist die Ableitung des Wassers über einen Kanalanschluss in die Kanalisation. Beim Anschluss Ihres Tanks an die Kanalisation müssen Sie insbesondere die Rückstauebene des Kanals beachten. Der Überlauf sollte oberhalb der Rückstauebene liegen. Gegebenenfalls sollte eine Rückstauklappe installiert werden.

15. Wann benötige ich einen beruhigten Einlauf und einen Überlaufsiphon?

Sie benötigen auf jeden Fall einen beruhigten Einlauf und einen Überlaufsiphon im Tank, wenn Sie das Regenwasser auch für Toilettenspülung und Waschmaschine nutzen.
Der beruhigte Einlauf ermöglicht zum einen das Absinken feiner Schmutzteilchen auf den Tankboden, wo sie eine Sedimentschicht bilden. Zum anderen schützt er diese Schicht, die von größter Bedeutung für die Qualität des gespeicherten Wassers ist vor Zerstörung durch Aufwirbelung indem er das Wasser langsam einleitet.
Der Überlaufsiphon stellt sicher, dass die an der Oberfläche schwimmenden Partikel regelmäßig aus dem Tank geleitet werden, und dass durch den Siphon keine Gerüche und Gase aus der Kanalisation in den Tank gelangen.
Das Wasser im Tank bleibt durch diese beiden Maßnahmen klar und geruchsneutral.
Sie sind zusammen mit dem Vorfilter von großer Bedeutung für die Qualität des eingesetzten Wassers und die Funktion der Regenwasser-Nutzungsanlage und werden daher nach dem Vorfilter als 2. und 3. Reinigungsstufe einer Regenwasser-Nutzungsanlage bezeichnet.

16. Wofür benötige ich eine Schwimmende Entnahme?

Wenn Sie das gesammelte Regenwasser auch für die Toilettenspülung und die Waschmaschine nutzen möchten, empfehlen wir Ihnen zur Wasserentnahme aus dem Tank eine Schwimmende Entnahme.
Sie besteht aus Schwimmerballon, Saugschlauch, Rückschlagventil und Feinsaugkorb.
Der Schwimmerballon hält die Ansaugöffnung mit dem Feinfilter ca. 10 cm unter der Wasseroberfläche, so dass die Wasserentnahme immer im saubersten Bereich erfolgt.
Die Schwimmende Entnahme stellt nach dem Vorfilter, dem beruhigten Einlauf und dem Überlaufsiphon die 4. Reinigungsstufe in einer Anlage dar, an die auch Toilettenspülung und die Waschmaschine angeschlossen sind.

17. Wofür benötige ich eine Trinkwasser-Nachspeisung bzw. eine Füllstandsanzeige?

Während längerer Trockenperioden kann es vorkommen, dass das gespeicherte Regenwasser den Verbrauch nicht deckt. Um in solchen Fällen die an die Regenwasser-Nutzungsanlage angeschlossenen Verbrauchsstellen weiterhin versorgen zu können, muss Trinkwasser aus dem öffentlichen Netz nachgespeist werden.
Auf die Trinkwasser-Nachspeisung kann nicht verzichtet werden, wenn Toilettenspülungen und Waschmaschine an die Regenwasser-Nutzungsanlage angeschlossen sind.
Es ist zweckmäßig zur Trinkwasser-Nachspeisung ein automatisches Steuergerät einzusetzen, das nur soviel Trinkwasser in den Tank einspeist wie gerade benötig wird.
Dafür befindet sich ein Sensor im Tank, der bei Unterschreitung des Mindestwasserstands ein Signal an die Steuereinheit gibt, welche ein Magnetventil für die Trinkwasser-Nachspeisung öffnet.

18. Wie oft muss ich meine Regenwasser-Nutzungsanlage reinigen?

Regenwasser-Tanks, denen ein Filter vorgeschaltet ist und die über einen beruhigten Einlauf und einen Überlaufsiphon verfügen, müssen nur alle10 bis 15 Jahre gereinigt werden.
Die sich am Boden bildende und für die Wasserqualität wichtige Sedimentschicht würde durch häufiges Reinigen sonst zerstört werden. Die Sedimentschicht "wächst" im Jahr nur um wenige Millimeter.
Durch das Überlaufen (bei richtiger Dimensionierung des Tanks drei- bis fünfmal im Jahr) über einen Überlaufsiphon wird der Tank regelmäßig von schwimmenden Stoffen (z.B. Blütenpollen), die an der Wasseroberfläche einen dünnen Film bilden, gereinigt .
Zusätzlich sollten Tanks, die an die Kanalisation angeschlossen werden, durch einen Geruchsverschluss sowie einen Kleintierschutz vor schädlichen Einflüssen geschützt werden.
Wie oft Sie die Filter reinigen müssen, hängt grundsätzlich vom Filtertypen und den örtlichen Gegebenheiten ab.
Unser selbstreinigender Supra-Filter muss z.B. in der Regel nur ein- bis zweimal im Jahr überprüft werden.

19. Wer installiert meine Regenwasser-Nutzungsanlage?

Sie sollten diese Arbeiten an einen Garten- und Landschaftsbauer, einen Heizungs- und Sanitärinstallateur oder an ein Bauunternehemen vergeben.

Unsere Einbauanleitung ist immer zu beachten!!

20. Wird meine Anlage öffentlich gefördert?

Die öffentliche Förderung von Regenwassernutzung wird in allen Bundesländern unterschiedlich gehandhabt.

Bitte kontaktieren sie uns dbzgl. Wir lassen ihnen gerne Unterlagen zukommen.



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Schütter Behältercenter GmbH, Telefunkenstraße 19, A-4840 Vöcklabruck, Tel.: 07672 / 27077 - 0